Volkswirtschaftlich betrachtet ist der Einsatz erneuerbarer Energien wie der Windkraft von enormer Bedeutung. Enstehende Folgekosten aus der Nutzung atomarer und fossiler Ressourcen aufgrund der verursachten Umwelt- und Gesundheitsschäden sind nicht in den heutigen Stromkosten enthalten, sondern werden extern auf den Steuerzahler abgewälzt. Diese Kosten betragen laut Expertenuntersuchungen ca. 31 Pfennig pro Kilowattstunde, müssen also in den eigentlichen Preis für bezogenen Strom mit hineingerechnet werden.

Zieht man diese Fakten in eine gesamtwirtschaftliche Betrachtung mit ein, so gilt die Windkraft schon heute als ökonomisch und ökologisch effektivste Stromquelle. Wichtig für die Entwicklung der Windkraft und der Nutzung dieser Energie ist der Ausbau und die Einführung einer Einspeiseregelung nicht nur in Deutschland, sondern in ganz Europa.

Zur Zeit werden Betreiber privater Windkraftanlagen nach dem Stromeinspeisungsgesetz mit rund 17 Pfennig pro Kilowattstunde von den Energiekonzernen vergütet. Der Endverbraucher zahlt ungefähr sechs Pfennig mehr dafür. Geht man von einer erzeugten Leistung von fünf Milliarden Kilowattstunden aus, so bringt der Handel mit dieser Energie den Energieversorgern eine zusätzliche Einnahme von ca. 300 Millionen Mark. Von einem Wettbewerb herkömmlicher Energiequellen mit den erneuerbaren Ressourcen auf dem Strommarkt kann aber noch nicht ausgegangen werden. Die immer noch sehr hohen Subventionen für Atomstrom und Kohleverstromung verschlingen Milliarden, auch noch in den nächsten Jahren.